Fehmarn Belt Race oder: David gegen Goliath

23.11.2016
CP-Katamaran "Vitality" im Rennen gegen die Fähre "Prinsesse Benedikte"

Es war ein Duell zweier ungleicher Gegner und ein Kampf, der ein bisschen an David gegen Goliath erinnert. Der Segler Michael Walther hat gestern Nachmittag mit seinem CP-Katamaran „Vitality“ die dänische Scandlines-Hybridfähre „Prinsesse Benedikte“ zu einem Wettrennen herausgefordert – dem Fehmarn Belt Race. In diesem Kampf stellte sich der 5,5 Meter kurze Katamaran einer 142 Meter langen Fähre. Es traten 75 Kilogramm verteilt auf 15 Quadratmeter Segelfläche an gegen einen Koloss mit 23.712 PS. David „Vitality“ ging ins Rennen gegen Goliath „Prinsesse Benedikte“. Die Rennstrecke: der 18,5 Kilometer lange Fehmarnbelt von Puttgarden (Insel Fehmarn) nach Rödby (Dänemark).

 

Ungünstige Windverhältnisse

Obwohl es kurz nach dem Startschuss um 12.15 Uhr gut aussah für Michael Walther und die „Vitality“, hat die Fähre „Prinsesse Benedikte“ das Rennen für sich entschieden. Eine Windstärke von 13 Knoten hat dem 35-jährigen Segler aus Kiel einen guten ersten Schub mitgegeben. Doch schon kurz nach dem Start hatte Walther mit Windflauten zu kämpfen. Auf dem ersten Drittel der Strecke nahm die Windgeschwindigkeit ab auf 5 Knoten und die „Vitality“ hatte gegen die Maschinen der Scandlines-Fähre kaum eine Chance. Auf halber Strecke war klar: die „Prinsesse Benedikte“ geht als Siegerin aus dem Fehmarn Belt Race.

„Ich ärgere mich grün und blau, dass es heute nicht geklappt hat“, sagt Michael Walther nach dem Rennen. „Der Wind hat nicht so mitgespielt, wie ich es mir erhofft habe. Ich hätte entweder mehr Wind gebraucht, oder Wind aus einer anderen Richtung. Als Segler kann man dagegen wenig machen. Ich habe heute natürlich eine Niederlage erfahren, aber ich werde um eine Revanche bitten.“

Vor allem der starke Start der „Vitality“ hat auf dem Oberdeck der „Prinsesse Benedikte“ für Aufsehen gesorgt, die mit 18 Knoten über die Ostsee fuhr. Anette Ustrup Svendsen, Sprecherin von Scandlines, hat das Rennen mitverfolgt: „Das sportliche Ereignis von der Fähre aus zu beobachten hat großen Spaß gemacht. Michael Walther hat hart gekämpft. Das konnten wir sehen.“

 

Segeln mit Szenarienanalyse

Optimale Bedingungen für einen Wettstreit dieser Art hätten Windgeschwindigkeiten von 15 Knoten geboten. Um sich auf die Herausforderung vorzubereiten, hatte Michael Walther im Vorfeld mit der Planungssoftware von Corporate Planning gearbeitet. Simone Doerfner, Sprecherin von Corporate Planning, erläutert dazu: „Die Corporate Planning Software hat Michael Walther bei der Erstellung von Machbarkeitsanalysen und Vergleichen unterschiedlicher Szenarien unterstützt. Er hat die für ihn wichtigen Faktoren wie den Wind und die Geschwindigkeit der Fähre analysiert. Er hat die Seemeilen bis zum Ziel in Diagrammen simuliert, um die minimal zu erzielenden Geschwindigkeiten an den jeweiligen GPS-Streckenpunkten zu berechnen.“

Damit hat Michael Walther eine Art Budgetplanung zur Erreichung seines Ziels erstellt und visualisiert. Corporate Planning unterstützt Michael Walther, da er Grundsätze vertritt, nach denen auch die CP-Software entwickelt wird: Flexibilität, Innovation und Einfachheit.