Business-Unit-Planung als Schlüssel im Performance Management

Controllingpraxis kompakt: Julius Meinl Coffee Group

Wachsende Datenmengen, dynamische Umfelder und steigende Komplexität stellen immer mehr Unternehmen vor große Herausforderungen. Heterogene Systemlandschaften sorgen für zusätzliche Probleme. Wer im Sinne einer ganzheitlichen Unternehmenssteuerung seine Prozesse und Systeme optimieren möchte, kommt um ein integriertes Performance Management nicht mehr herum. Das weiß auch Stefan Mantler von der Julius Meinl Coffee Group. Das österreichische Traditionsunternehmen ist einer der ältesten Kaffeeröster der Welt und in über 70 Ländern tätig. Im Kurzinterview berichtet der Leiter Konzerncontrolling von seiner Suche nach einem geeigneten Reporting-Tool und was er beim nächsten Mal anders machen würde.

Wie war die Ausgangssituation?

Mantler: Wir hatten im Großteil der Gruppe SAP, dennoch erfolgte das Reporting ausschließlich über Excel, von wo aus die Daten in ein Reporting-Tool geladen wurden. Das war bei stetig wachsenden Datenmengen immer weniger zuverlässig zu handhaben. Deshalb wollten wir ein Reporting-Tool mit Direktverbindung zu SAP, mit dem man auch planen und konsolidieren kann. Bei der Corporate Planning Lösung haben uns die Konsolidierungs- sowie die Planungsfunktion überzeugt.

Was sind für Sie die Highlights?

Wir haben nun trotz komplexer Intercompany-Beziehungen ein Business-Unit-Reporting, das unabhängig von der Legalstruktur ist. Wir haben zum Beispiel in Österreich ein Zentrallager, das eine Gruppenfunktion hat, wollen aber auch die reine Österreich-Performance messen. Das geht mit der Segment-Lösung. Die Trennung der verschiedenen Segmente geschieht direkt im DataWarehouse. Die Anbindung an die DataFactory ist ein weiteres, viel genutztes Highlight.

Was sind Ihre Lessons Learned?

Unsere Konzeptphase hätte ausgiebiger sein können. Sie war mit drei Monaten fast zu kurz. Außerdem wäre es besser gewesen, das Projekt in kleineren Teilschritten zu verwirklichen. Nur mit einem Land zu starten und die anderen nachzuziehen, anstatt das komplette Projekt direkt bei allen Gesellschaften in 21 Ländern auszurollen. Oder erst mit der Planung zu beginnen und im nächsten Schritt die Konsolidierung nachzuziehen. Dann zeigen sich auch schneller Erfolge.

Über die Julius Meinl Coffee Group und das Projekt

 

Themen: Reporting, Integrierte Finanzplanung, Konsolidierung

Branche: Lebensmittel (FMCG)

Umsatz: 178 Mio. Euro

Mitarbeiter: 843

Anwender: 30

Vorsysteme: SAP


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