Ein Frühwarnsystem für CFOs

5 Steuerungsansätze, mit denen Sie Krisen überstehen.

Der Corona-Lockdown wirkt nach: Eine Rezession ist in aller Munde; die Welt ordnet sich neu – von den benötigten Quadratmetern pro Besucher in Restaurants und Geschäften bis zu globalen Lieferketten. Was genau auf uns zukommt, weiß niemand – und dennoch müssen Unternehmen darauf vorbereitet sein. Mit ihrer Verantwortung für den wirtschaftlichen Betrieb spielen CFOs eine besonders tragende Rolle bei der Navigation durchs Ungewisse: Spätestens, wenn die Liquidität endet, steht das Unternehmen still.

CFOs benötigen in der aktuellen Schnelllebigkeit und Unsicherheit ein Frühwarnsystem, mit dem Sie Gefahren erkennen, bevor sie eintreten. Mit den richtigen Steuerungsansätzen kann dieses ambitionierte Projekt gelingen.

1. Daten-Vorsprung nutzen

Angesichts der rasanten Marktentwicklungen aufgrund der Corona-Pandemie gelten die Gutachten führender Wirtschaftsforschungsinstitute bei ihrer Publikation bereits als veraltet. Schließlich beziehen sie sich auf Daten von vor zwei Wochen. Hier sind CFOs klar im Vorteil.

Digitalisierte Unternehmenssteuerung greift in Echtzeit auf die Daten des gesamten Unternehmens zu. Programmierte betriebswirtschaftliche Logiken reduzieren den Vorlauf für unternehmensspezifische Analysen, Pläne und Forecasts – je nach Umfang – auf wenige Stunden oder Tage. Mit ihrem Daten-Vorsprung können CFOs Berichte und Hochrechnungen von höchster Aktualität liefern. Das Unternehmen erhält Handlungsspielraum, um auf die Herausforderungen seines Umfelds zu reagieren.

2. In Szenarien denken

Wer seine Pläne an einem einzigen Set von Koordinaten ausrichtet, wird bei der Planung mit mehreren Unbekannten die eine oder andere Überraschung erleben und unter Zeitdruck entscheiden müssen, was zu tun ist. Szenarien, die unterschiedliche Entwicklungen durchspielen, laufen den üblichen Jahresbudgets den Rang ab. Sie erlauben Unternehmen vor Eintreten einer Krisensituation Maßnahmen wie Kurzarbeit oder Kreditanträge zu evaluieren und die Umsetzung vorzubereiten. Mehr zur Szenarienplanung unter Corona-Bedingungen finden Sie hier.

3. Mit Werttreibern steuern

Um mit der Geschwindigkeit des Marktes mitzuhalten, benötigt man Steuerungswerkzeuge, die hohe Aktualität und Aussagekraft vereinen und kurzfristig abrufbar sind. CFOs gewinnen an Agilität, wenn sie sich auf wenige, dafür wesentliche Erfolgs- und Werttreiber konzentrieren.
Behält beispielsweise ein produzierendes Unternehmen Auftragsbestand und Auftragseingänge im Blick, kann es fundiert in die Zukunft blicken, Gefahren frühzeitig erkennen und geeignete Gegenmaßnahmen ergreifen.

4. KPIs als Frühwarnindikatoren wählen

Ein Frühwarnsystem erfordert die Wahl aussagekräftiger Key Performance Indicators (KPIs). Hier bieten sich die sogenannten Financial Covenants an: Ob CFOs den Investoren, Banken oder dem Aufsichtsrat berichten, immer stellt sich die Frage, ob das Unternehmen die definierten finanziellen Anforderungen erfüllt. Folgende Financial Covenants spiegeln diese besonders sensible und aussagekräftige Einschätzung des Unternehmens wider.

  • Ergebnisrentabilität (Auftragsbestand / Auftragseingang, Auslastung, Personal)
  • Verschuldungsgrad
  • Eigenkapitalquote
  • Schuldendienstdeckungsgrad
  • Zinsdeckungsgrad
  • DSO (Forderungsmanagement)

Lassen sich die Werte anhand aktueller Daten automatisiert ermitteln und schnell interpretieren, können Unternehmen sie als Frühwarnindikatoren nutzen. Financial Covenants als KPIs zeigen eine drohende finanzielle Schieflage so frühzeitig an, dass sie noch austariert werden kann.

5. IBCS-Standards im Reporting einhalten

Bewusst oder unbewusst – die Darstellung von Daten in einem Bericht beeinflusst die Rezeption und kann die Aussage verfälschen. Doch wenn ein Frühwarnsystem funktionieren soll, darf es keine Verzerrungen geben – beispielsweise wegen fehlender Daten oder inkonsistenter Layouts. Geschäftsberichte liefern nur dann eine valide Entscheidungsgrundlage, wenn Sender und Empfänger die gleiche Sprache sprechen.

Experten empfehlen die Anwendung der branchenübergreifend bewährten International Business Communication Standards (IBCS). Diese liefern praktische Regeln für die konzeptionelle, visuelle und sprachliche Gestaltung von Geschäftsberichten und Präsentationen. Die immer gleiche Präsentation der immer selben Messgrößen (KPIs) sorgt für Vergleichbarkeit. So lassen sich positive wie negative Trends klar identifizieren. Unterstützung bei der IBCS-konformen Aufbereitung erhalten CFOs von Lösungen, die IBCS-Standards automatisch anwenden.

Sicherheit für unsichere Zeiten

Intelligente Controlling-Werkzeuge versetzen CFOs sehr schnell in die Lage, ein unternehmensspezifisches Frühwarnsystem aufzusetzen. Einen kostenfreien Zugang zu den technologischen Mitteln erhalten Verantwortliche bis zum 30. September 2020 mit einer befristeten Gratis-Lizenz von Corporate Planner Finance. Die Bereitstellung erfolgt ohne Verzug in der Corporate Planning Cloud und ist ebenso wie der Strukturaufbau durch Experten von Corporate Planning zu Sonderkonditionen verfügbar. Details finden Sie hier.