Mit BI gegen die Brexit-Angst

Mehr Sicherheit in unruhigen Zeiten

Neuwahlen am 12. Dezember, Fristverlängerung bis 31. Januar, Deal oder No Deal – der drohende Brexit schlägt immer neue Wellen. Laut Schätzungen der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) pflegen rund 70.000 Unternehmen in Deutschland enge Geschäftsbeziehungen zum Vereinigten Königreich. Ihnen ist jeder Aufschub willkommen. Nicht hingegen die derzeit vorherrschende Ungewissheit im Hinblick auf die Art und Weise des Ausstiegs.

Brexit-Folgen ganzheitlich abschätzen

Klar ist bereits heute: Unternehmen, die sich in Großbritannien engagieren, müssen sich auf Veränderungen einstellen. Die Vorbereitungen auf den Brexit können umfangreich sein. Sie reichen von Zollförmlichkeiten bis hin zum Umgang mit Limited-Gesellschaften und sind unter anderem abhängig von der Branche, der Unternehmensgröße und dem Engagement in Großbritannien.

Einen Eindruck vom möglichen Ausmaß vermittelt eine Brexit-Checkliste des DIHK. Sie liefert Hinweise zu zehn verschiedenen Themenfeldern – vom Warenverkehr über Personal und Bildung bis hin zu Steuern – und unterstützt Unternehmen dabei, sich auf den Brexit vorzubereiten. Trotzdem gilt: Eine ganzheitliche Abschätzung der Brexit-Folgen ist aufgrund der Komplexität und Vielzahl der Aspekte nur schwer möglich.

Mehr Planspiel, weniger Überraschung

Was also tun, wenn die vielfältigen Wechselwirkungen eine unternehmensweite Einschätzung der Konsequenzen komplizieren?

Einen Ausweg aus der schwierigen Situation versprechen Planungs- und BI-Softwarelösungen. Die Prognose-Instrumente erlauben, auf Basis aktueller Unternehmensdaten Szenarien für den Brexit anzulegen und geänderte Steuern, Zölle und weitere relevante Aspekte zu berücksichtigen. Integrierte betriebswirtschaftliche Logiken ermöglichen einen Ausblick, der Zusammenhänge berücksichtigt und Trends aufzeigt.

Wenn der Brexit konkrete Formen annimmt

Stehen der Austritt, das Abkommen und die individuellen Rahmenbedingungen, dann kann die Szenarien-Planung für eine Jahresplanung genutzt werden. Wer aber glaubt, sich an dieser Stelle zurücklehnen zu können, der irrt. Denn wahrscheinlich erwartet ihn trotzdem die eine oder andere Überraschung: Vielleicht fällt der Aufwand für die Zollabfertigung höher oder geringer aus als gedacht. Oder die neuen Lieferketten steigern die Transportkosten stärker als erwartet. Es kann aber auch sein, dass die Einhaltung von Ursprungsregeln, gewerblicher Schutzrechte und Zertifizierungen einen intensiveren Beratungsaufwand erfordern und höhere Folgekosten entstehen.

Unwägbarkeiten mit Forecasts umschiffen

In den ersten Monaten nach dem Brexit wird sich die Gültigkeit der Budget-Planung voraussichtlich deutlich verkürzen. Hier gilt es, erste Erfahrungswerte und tatsächliche Zahlen als wertvolle Wegweiser zu nutzen. Über rollierende Forecasts können die Ist-Werte in die Planung einfließen und den Realitätsbezug steigern. Zudem dient der Vergleich von Soll und Ist als essentielles Werkzeug, um Trends zu erkennen und zu nutzen. Oder Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Brexit-Kennzahlen überprüfen

Das Kennzahlensystem, das idealerweise bereits in der Szenario-Planung definiert wurde, sollte in kurzen Abständen überprüft und gegebenenfalls um weitere Werte ergänzt werden. Nur so identifizieren Unternehmen jene Aspekte des Brexit, die tatsächlich den größten Einfluss auf die Prozesse und das Ergebnis haben.

Auch der Faktor Zeit ist entscheidend: Je schneller die Zahlen vorliegen, desto kurzfristiger sind Reaktionen möglich. Je aktueller die Berichte und je kürzer die Forecast-Zyklen, desto schneller lassen sich bessere Entscheidungen treffen.

Fazit: In fünf Schritten aus der Brexit-Angst

Die Hängepartie um den Brexit belastet die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und dem Vereinigten Königreich seit dem Referendum im Sommer 2016. Dennoch zählen die Briten weiterhin zu wichtigen Handelspartnern vieler deutscher Unternehmen. Genau jenen helfen die intelligenten Planungs- und Analyseinstrumente moderner BI-Softwarelösungen, die Folgen eines Austritts Großbritanniens aus der EU abzufedern.

Wer sein Unternehmen möglichst unbeschadet durch die Wogen des Brexit manövrieren will, sorgt mit folgenden fünf Schritten für mehr Planungssicherheit in unsicheren Zeiten:

  1. Brexit in Szenarien durchspielen
  2. Vom Szenario zur Planung wechseln
  3. Kennzahlen prüfen und anpassen
  4. Aktuelle Berichte als Steuerungsinstrument nutzen
  5. Strategien und Maßnahmen einleiten

Denn was die kommenden Wochen auch bringen – ob einen Deal oder das No-Deal-Worst-Case-Szenario: Der Brexit wird kommen. Wann und in welcher Form auch immer.

 

Weiterführendes Material
Zum Brexit-Leitfaden des DIHK

Zur Blog-Serie „Predictive Planning in 5 Schritten

Informationen zum Einstieg in eine Planungs- und BI-Lösung