Mittelstand im Corona-Stresstest

Raumklima-Spezialist Möhlenhoff geht in die Offensive

Der Corona-Lockdown hat für einen zuvor undenkbaren Stillstand des öffentlichen Lebens gesorgt. An die Stelle einer global vernetzten Wirtschaft sind unterbrochene Lieferketten, geschlossene Flughäfen und eine enorme Verunsicherung getreten. Die wirtschaftlichen Auswirkungen treffen Unternehmen vom Selbständigen bis zum Großkonzern gleichermaßen. Auch die Möhlenhoff GmbH, Raumklima-Spezialist und Marktführer im Segment der thermischen Stellantriebe, stand mit Beginn der Corona-Krise vor einer ungewissen Zukunft. Doch anstatt abzuwarten, ging das Management bereits in Woche eins in die Offensive.

Eingespielte Prozesse

Möhlenhoff arbeitet seit über 50 Jahren in der Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik und beliefert als Original Equipment Manufacturer (OEM) lokale und internationale Systempartner. Normalerweise plant das familiengeführte und international agierende Unternehmen aus Salzgitter ein Jahres-Budget, beobachtet die Ist-Daten und erstellt regelmäßig Forecasts. Mit dem Abgleich von Plan und Ist verschafft es sich Handlungsspielraum, um negativen Entwicklungen entgegenzuwirken und positive Effekte zu verstärken.

Keine Zeit, auf Ist-Daten zu warten

Der Corona-Lockdown ließ Möhlenhoff von einem auf den anderen Tag in eine unsichere Zukunft blicken. Würde der Umsatz sinken? Welche Einsparungen könnte man durch Kurzarbeit erzielen? Und unter welchen Voraussetzungen müsste man staatliche Hilfen nutzen? In ihrer Unvorhersehbarkeit eröffnete die Krise ein derart weites Feld möglicher Marktentwicklungen, dass Geschäftsführung und Aufsichtsrat nicht auf neue Ist-Daten und Forecasts warten wollten.

„Mit den Szenarien ‚Corona minus 30%‘ und ‚Corona minus 50%‘ sollte unsere Planung die Wirklichkeit einholen, bevor vollendete Tatsachen entstünden,“ erläutert Dirk Hermann Frank, Bereichsleiter Finanzen / Controlling / IT der Möhlenhoff GmbH. „Würden Kurzarbeit oder gar KfW-Hilfskredit nötig, wollten wir die vorbereiteten Unterlagen nur noch aus der Schublade ziehen müssen.“

An einem Tag mit 70 Schritten zum Ziel

Ausgehend vom ursprünglichen Budget entwickelte das Controlling zwei Corona-Szenarien – jeweils mit vollständiger GuV-, Bilanz- und Cashflow-Planung. Einmal nahm man einen 30%igen, einmal einen 50%igen Umsatzeinbruch an.

In dieser Situation bewährte sich das Controlling-Werkzeug von Möhlenhoff in zuvor ungekanntem Maße. Um die Szenarien abzubilden, nutzte Dirk Herrmann Frank das in der Corporate Planning Software vorliegende Budget als Ausgangspunkt. Die Corona-Szenarien bildeten unter anderem die Cashflow-Effekte verspäteter Zahlungen, diverser Ausfallquoten von Forderungen, von Anpassungen bei Investitionen und Krediten oder die Berücksichtigung von Kurzarbeit als Einnahmen ab.

Mit Blick auf den Cashflow wurden in der Software über 70 der integrierten Logik-Bausteine angepasst. Dank der Softwarelösung mit ihren programmierten BWL-Funktionen und dem Echtzeit-Zugriff auf sämtliche Ist- und Plan-Daten gelang an einem einzigen Werktag die Fertigstellung beider GuV-Szenarien. Nach zwei weiteren Tagen lagen die vollständige Konzern-Abstimmung, die neben der Möhlenhoff GmbH fünf Tochterfirmen umfasst, sowie Plan-Bilanz und Plan-Cash-Flow vor.

Plan überholt Realität

Neben der Geschwindigkeit, mit der das Controlling die Corona-Szenarien vorlegte, begeisterten das Management auch die Stimmigkeit und Nachvollziehbarkeit jedes einzelnen Wertes. Derart transparente und belastbare Szenarien erlaubten die Ableitung geeigneter Maßnahmen für den Worst-Case (-30%) sowie den Worst-Worst-Case (-50%).

Bisher verzeichnet die Möhlenhoff GmbH nur minimale Einbußen. Doch sollte die prognostizierte Rezession irgendwann auch den Marktführer thermischer Stellantriebe treffen, sind keine zeitaufwendigen Prozesse nötig, um handlungsfähig zu bleiben. Schließlich ist man im niedersächsischen Salzgitter dank seiner Szenarienplanung der Realität stets einen Schritt voraus.

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