Neues Jahr, neue Ziele

Gute Vorsätze für das Controlling 2021

Den meisten Menschen reicht es nicht, einfach nur gut ins neue Jahr zu rutschen. Sie wollen auch gut durch die vor ihnen liegenden Monate kommen. Um das zu schaffen, nehmen sie sich einiges vor: Mehr Sport und weniger Süßigkeiten stehen 2021 wieder ganz oben auf der Liste.

Aber auch beruflich gilt es, die Weichen auf Erfolg zu stellen – und das ist aktuell herausfordernder denn je. Wer sein Unternehmen in unsicheren Zeiten sicher in die Zukunft führen will, wird größere Agilität und eine stärkere Fokussierung des Wesentlichen zu seinen Zielen zählen. Doch was bedeutet das konkret?

Mehr kommunizieren

Controller sitzen an der Quelle: Ihnen liegen alle aktuellen Daten und maßgeblichen Kennzahlen vor. Nicht nur für das Unternehmen als Ganzes, sondern auch für die einzelnen Abteilungen und Bereiche. Das Versenden von Berichten gehört daher zu ihren Standardaufgaben. Die zunehmende Unberechenbarkeit des Marktumfelds lässt dabei die Ansprüche ans Berichtswesen steigen.

Um sicher durch die Wogen zu steuern, braucht man nicht nur Berichte mit hoher Aktualität. Auch die Gestaltung spielt eine wichtige Rolle. Relevante Daten und zentrale Botschaften klar und verständlich darzustellen und darüber hinaus Raum für Ergänzungen und Anmerkungen zu bieten, steigert die Verständlichkeit und den Nutzen von Berichten. Das erfordert ein konzeptionelles Umdenken: Statt eines klassischen Berichts gilt es, eher eine interaktive Zeitung zu produzieren. Im Optimalfall wandelt sich das Controlling- zu einem Nachrichtenportal, in dem CEOs, Aufsichtsräte und andere Entscheidungsträger aktuelle und individuell zusammengestellte Informationen finden und direkt kommentieren können.

Häufiger planen

Die hohe Geschwindigkeit der Veränderungen erfordert nicht nur Berichte mit aktuellen Inhalten, sondern auch eine Planung auf Basis der jüngsten Entwicklungen. Die eigenen Pläne nicht nur regelmäßig, sondern auch bei Bedarf zu revidieren, führt zum Erfolg: Das Ziel ist, zeitnah auf maßgebliche Entwicklungen zu reagieren und möglichst mehrere Szenarien durchzuspielen. Anregungen für die Umsetzung erhalten Verantwortliche in der BARC Studie „Fundierte Entscheidungen in dynamischen Zeiten.“ Diese fordert auf, „den Detailgrad von Planung und Forecasting deutlich zu reduzieren.“

Weitblick bedeutet im Jahr 2021, weniger detailliert, dafür häufiger zu planen. Nicht das Erstellen eines minutiösen Jahresbudgets, sondern rollierende Forecasts sind das Mittel, um als Organisation robust auf den ständigen Wandel zu reagieren.

Stärker fokussieren

Im Reporting effizient zu kommunizieren und bei steigender Frequenz den Detailgrad der Planung zu senken, erhöht die Beweglichkeit eines Unternehmens. Doch wie lässt sich sicherstellen, dass die reduzierte Sicht nicht die entscheidenden Perspektiven außer Acht lässt? Auch hier liefert die BARC Studie „Fundierte Entscheidungen in dynamischen Zeiten“ einen Hinweis: Nur, wer die Treiber des Geschäftsmodells kennt und im Blick hat, kann die entscheidenden KPIs ableiten und nutzen, während die weniger relevanten ausgesiebt werden.

Der Blick auf die richtigen Kennzahlen ermöglicht kurzfristige Kurskorrekturen, die mit den lang- und mittelfristigen Zielen des Unternehmens in Einklang stehen. Mit einer treiberbasieren Planung gelingt es in kürzester Zeit, Zusammenhänge aufzuzeigen, automatische Berechnungen zu hinterlegen und die Geschwindigkeit im Forecasting deutlich erhöhen.

Wenn Organisationen also die Werttreiber ihres Geschäftsmodells aus dem Stand benennen können: Wunderbar! Wenn nicht, sollten sie sich aufmachen, die Treiber zu identifizieren – und im Blick zu behalten. Denn nur so erhalten Unternehmen das starke Rückgrat, das sie durch wechselhafte Zeiten trägt.

Weitere Anregungen und konkrete Empfehlungen finden Sie unter anderem in der BARC Studie „Fundierte Entscheidungen in dynamischen Zeiten