Planen an der Pflegefront

Personalplanung in Zeiten des Pflegenotstandes

Laut Deutschem Pflegerat fehlen in den Pflegeberufen aktuell rund 200.000 Arbeitskräfte. Vakante Stellen bleiben im Schnitt etwa 240 Tage unbesetzt. Die Politik hat in den letzten Jahren zwar über 40 Gesetze zur Verbesserung der Bedingungen in der pflegerischen Versorgung erlassen, diese greifen aber – wenn überhaupt – nur bedingt. Die Folge: Laut dem aktuellen Pflegereport der Bertelsmann-Stiftung ist bis 2030 mit 500.000 fehlenden Pflegekräften zu rechnen.

Während der Bundestag weiter über die Verbesserung der Arbeitssituation und Bezahlung von Pflegekräften debattiert, müssen sich Betreiber von Krankenhäusern sowie Alten- und Pflegeheimen damit beschäftigen, wie sie Versorgungsengpässe bei der Betreuung und Behandlung ihrer Patienten vermeiden.

Ob die Ausweitung der Arbeitszeit bei den weit verbreiteten Teilzeitarbeitsverhältnissen oder die Einstellung oder Weiterbildung von Pflegehelfern – Dreh- und Angelpunkt ist immer ein optimierter Einsatz der Pflegekräfte. Vor dem Hintergrund, dass Pflegekräfte hohen körperlichen und psychischen Belastungen ausgesetzt sind, streben Personalverantwortliche zumindest in der Theorie ein möglichst ausgewogenes Verhältnis der Work-Life-Balance ihrer Pflegekräfte an. Dennoch ist die Arbeitsbelastung enorm. Die Folgen: Der Krankenstand ist hoch, viele Pflegekräfte scheiden frühzeitig aus dem Beruf aus. Diese Entwicklung verschärft sich noch durch eine zunehmende Überalterung des Personals in sozialen Einrichtungen.

„Welche Auswirkungen hat der Personalmangel auf unser Haus? Was kostet mich die Fortbildung von Pflegehelfern, wenn diese zunächst wegfallen, dann aber als qualifizierte Fachkräfte zurückkehren? Was bedeutet der überdurchschnittliche hohe Frauenanteil für mich in puncto Teilzeitbeschäftigungsverhältnisse und „Ausfallwahrscheinlichkeit“ durch Elternzeit? Und wie kalkuliere ich realistisch Krankheitsquote und Fluktuationsrate ein? Das sind die kniffeligen Fragen, mit denen viele Personalplaner konfrontiert sind“, berichtet Silke Gebhard, HR-Controlling-Expertin bei Corporate Planning von ihren Erfahrungen. Alle Fragen betreffen im Wesentlichen den dahintersteckenden Kostenapparat und damit die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens. Erschwerend hinzu kommen gestrichene Fördermittel quer durch alle Institutionen des Sozial- und Gesundheitssektors.

Eine IT-gestützte Personalplanung liefert konkrete Antworten auf die Fragen von Personalplanern und Krankenhaus- sowie Pflegeheimbetreibern. Szenarien-Analysen mit Best-Case- und Worst-Case-Darstellungen, Auswertungen und aussagekräftige Reports sind mit speziellen Personalcontrolling-Softwarelösungen selbst für IT-ferne Anwender schnell umzusetzen. Längst sind vollumfängliche Lösungen auf dem Markt, die sofort einsatzbereit und zu moderaten Pauschalpreisen erhältlich sind.

Auch wenn der Pflegenotstand sicherlich kaum allein mit IT-basierten Planungsstrukturen zu bewältigen ist, liefert ein professionelles software-basiertes Personalcontrolling auf jeden Fall eine gute Grundlage, um mit Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Flexibilität in der Steuerung der wertvollen Ressource ‚Mitarbeiter‘ die aktuellen Herausforderungen zu meistern.

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