DRYKORN Modevertriebs GmbH & Co. KG

„Controlling for beautiful people“ CP-Suite beim Modelabel DRYKORN
Modetrends, saisonale Produkte und eine vielschichtige Produktpalette bestimmen die Planung beim Modelabel DRYKORN in Kitzingen. Mit einer Vollkostenrechnung, individuellen Gemeinkostenzuschlägen und CP-Suite als Controllingsoftware bringt das Unternehmen die notwendige Transparenz und Konsistenz in die Budgetwerte.

1996 gegründet hat sich die DRYKORN Modevertriebs GmbH & Co. KG innerhalb weniger Saisons zu einem internationalen Modelabel entwickelt. In den letzten Jahren ist das Unternehmen dynamisch gewachsen und konnte zuletzt einen Umsatzzuwachs von 70% innerhalb zweier Geschäftsjahre verzeichnen. Von einem Spezialanbieter für Hosen hat sich das Modehaus über die Jahre so zu einem Komplettanbieter mit einer sehr heterogenen Produktstruktur entwickelt. Die Angebotspalette reicht inzwischen vom Schal mit einem Verkaufspreis von € 19,- bis zum Ledermantel für € 1.499,-. Vor diesem Hintergrund wurde dem kaufmännischen Geschäftsführer Gerrit Voss schnell klar, dass Halbwahrheiten in der Auswertung von Istdaten und in der Planung fatal wären. Belastbare Daten wurden notwendig, auf deren Basis eine zuverlässige Planung und Vorhersage möglich wären. Seinem Verständnis von Controlling – „Führen und Leiten mit Zahlen und Kennziffern“ – folgend, war sein Anliegen, Transparenz und eine solide Grundlage für die Kalkulation zu schaffen. Unterstützung sollte eine neue leistungsfähige Software bringen, die die geforderten Daten übersichtlich abbilden und analysieren kann. „Excel war komplett ausgereizt. Vor allem mussten der hundertprozentige Import der Daten aus DATEV und deren übersichtliche Aufbereitung gewährleistet sein“, beschreibt Gerrit Voss die Anforderungen an die Softwarelösung.

Die Wahl fiel schnell auf die Corporate Planning Suite. Der von DRYKORN beauftrage Wirtschaftsprüfer kannte die Software von anderen Mandanten und empfahl sie Gerrit Voss weiter. Ein dreiköpfiges Team aus Buchhaltung und Controlling, unterstützt durch Ulrich Friggemann, Geschäftsführer der CCS Controlling Consulting und Services, führte die Software ein und baut deren Einsatzbereich seitdem immer weiter aus.

Vollkostenrechnung
Die heterogene Produktpalette von Drykon stellt besondere Anforderungen an die Kalkulation sowie an die Budgetierung. Für die Planer ist eine Deckungsbeitragsrechnung nicht erstrebenswert. Die Vollkostenrechnung ist für sie das Maß aller Dinge. Die genaue Abbildung aller Istdaten im Modul Corporate Planner liefert hierbei die wichtigen Informationen für die Berechnung der Gemeinkostenzuschläge pro Kostenstelle. Entsprechend sind die Corporate Planner Strukturen nach Kostenstellen gegliedert. Auf alternative Ansichten wird verzichtet, die Aussagen auf das Wesentliche konzentriert. „Ich versuche erst gar nicht etwas auszurechnen, was ich sowieso nicht ausrechnen kann“, betont Gerrit Voss sein Motto „Keep it simple“ und entspricht damit gleichzeitig den Grundsätzen der modernen Budgetierung. Wert auf Details legt er dafür bei der Planung der einzelnen Beträge. Eine Planung „mit der Gießkanne“ über alle Kostenstellen hinweg kommt für ihn nicht in Frage. Obwohl es in der Branche durchaus üblich wäre, im Sinne von Herstellkosten den Einkaufspreis mit einem Faktor X zu einem Verkaufspreis zu multiplizieren. Doch dafür fallen die Kosten bei dem Textilunternehmen aus Kitzingen zu ungleichmäßig und je nach Bereich unterschiedlich an. Vor allem im kreativen Bereich, im Produktmanagement und der Modellmacherei hat das Modelabel im letzten Jahr expandiert. Diese Abteilungen sind sehr kostenintensiv, verursachen hohe Lohn-, EDV- und Reisekosten und erbringen ihre Leistungen unabhängig von Durchschnittsumsatz oder Anzahl der Kunden. Deswegen geht der CFO an dieser Stelle der Planung viel dezidierter vor und berechnet für jede Position unterschiedliche Gemeinkostenzuschläge. Die validen Daten dazu liefert ihm das Modul Corporate Planner. Die genaue Aufschlüsselung der Gemeinkosten ermöglicht erst eine sichere Planung, die auch verlässlich fortgeschrieben werden kann, trotz oder gerade wegen des dynamischen Marktumfeldes.

Modetrends planen
Heute wissen, was in einem Jahr getragen wird – auch das muss sich neben verlässlichen Finanzdaten in der Planung eines Unternehmens der Textilbranche widerspiegeln. Trends lassen sich nicht immer genau vorhersagen. Die Breite des Produktangebotes federt diesen Unsicherheitsfaktor etwas ab. Das Unternehmen DRYKORN kann darüber hinaus auf einen großen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Die Modemacher verfolgen das Ziel, immer mit dem Ohr am Markt zu bleiben, um nicht nur auf Trends zu reagieren, sondern diese auch zu setzen. Umso genauer können sie planen. Die Einteilung eines Jahres in saisonale Kollektionen Herbst/Winter und Frühling/Sommer bestimmt den Betrachtungszeitraum und die Planungsphase. Es wird immer ein Zeitraum betrachtet, der sechs bis sieben Monate in der Zukunft liegt und sich über sechs Monate hinzieht. Die Kalkulation der Saison Herbst/Winter 2013 wird im Dezember 2012 gemacht, im folgenden Januar finden die relevanten Modemessen statt. Daraus resultierende Bestellungen werden ab Juni ausgeliefert. Anpassungen für die laufende Saison vorzunehmen, ist quasi unmöglich. Dieser wiederkehrende, unumstößliche Rhythmus gibt eine gewisse Planungssicherheit. Vor allem wenn schon auf die Istdaten der Vorjahressaison zurückgegriffen werden kann.

„Seitdem wir Corporate Planner nutzen, liegen wir mit unseren Plandaten immer sehr gut. Der Plan-Ist-Vergleich zeigt Abweichungen von maximal plus/minus zwei Prozent“, freut sich Gerrit Voss über diese genaue Planung. Und das läge an der dezidierten Planungsmethode sowie an richtigen, überprüfbaren und konsistenten Zahlen, von der Buchhaltung bis zum Forecast. „Und an dem guten Überblick, den ich durch Corporate Planner habe“, ist sich der kaufmännische Geschäftsführer und Controller sicher und verlässt sich voll und ganz ruhigen Gewissens auf seine Zahlen.