J. Bauer GmbH & Co. KG

Über die Integration und Schaffung gewisser Standards können neue Unternehmen direkt in das einheitliche Berichtswesen und die Konsolidierung aufgenommen werden.

Florian Kellner

Zentraler Leiter der kaufmännischen Verwaltung

Einsatzgebiete
  • Integrierte Finanzplanung
  • Konsolidierung
  • Reporting
Vorsystem
  • Datev Pro
  • SAP business One
  • AX NAV

Von Milch- und Datenflüssen – Konzernreporting und Konsolidierung bei der Bauer Gruppe
In der Holding der Bauer Gruppe werden neben den Milchflüssen für die Molkereiprodukte auch die Daten aller Konzerngesellschaften analysiert. Im Konzerncontrolling fließen alle Informationen in der integrierten Lösung von Corporate Planner und CP-Cons zusammen.

Im Jahr 2013 gestaltete die Familie Bauer ihre Unternehmensgruppe um. Die Privatmolkerei Bauer, die bekannteste Marke der Gruppe, wurde ausgegründet und eine zentrale Holding, die J. Bauer GmbH & Co. KG, ins Leben gerufen.

Im gleichen Jahr nahm Florian Kellner als „Zentraler Leiter der kaufmännischen Verwaltung“ seine Tätigkeit in der Holding in Wasserburg auf. Und hatte vom ersten Tag an vielfältige Aufgaben zu bewältigen. Nicht weniger als die Einführung eines einheitlichen Konzernreportings und das erstmalige Erstellen des Konzernabschlusses der Holding standen auf seiner „To-do-Liste“. Gleichzeitig übernahm er die Leitung der Abteilungen Controlling, Buchhaltung, kaufmännische Verwaltung und Postversand der drei vor Ort ansässigen Konzerngesellschaften.

Integrierter Datenfluss
Florian Kellner wusste, wollte er schnell Erfolge vorweisen, müsste er sich auf eine Software verlassen können, mit der er schnell und effizient zum Ziel käme.

In der Gruppe fand er eine heterogene Softwarelandschaft im Bereich Finanz- und Rechnungswesen vor: Am Hauptsitz in Wasserburg arbeiteten seine Kollegen mit SAP, norddeutsche Tochtergesellschaften hatten MS Navision im Einsatz und bei klei- neren Unternehmen war DATEV verbreitet. Im Bereich Produktionscontrolling herrschte eine Branchensoftware für Molkereien vor, die auf die Darstellung von Milchflüssen, Rezepturen etc. spezialisiert ist.

Als erfahrener Anwender der CP-Software stand für den Finanzexperten Kellner fest, dass er für die Einführung einer integrierten Lösung, nämlich Corporate Planner für das Konzernreporting und CP-Cons für die Konsolidierung, plädieren würde. Nicht nur für ihn, auch für die Geschäfts- und Konzernführung machte es Sinn, auf eine Softwarelösung zu setzen, in der Konzernreporting, Finanzplanung und Konsolidierung aufeinander aufbauen. „Wenn die für das Konzernreporting aufbereiteten Daten aller Tochterunternehmen gleichzeitig die integrierte Basis für die Konsolidierung sein können, muss ich nicht alles dreimal machen“, war für Florian Kellner eines der Hauptargumente.

Einheitliches Reporting
Gesagt, getan. Im ersten Schritt baute Florian Kellner ein zentralisiertes, auf die Informationsbedürfnisse der Holdingleitung abgestimmtes Reporting auf. Jede Tochtergesellschaft lieferte vorher irgendeinen GuV-Bericht, die Zahlen wurden händisch in Excel-Listen zusammengetragen. Neue Konzernbilanzrichtlinien führen nun dazu, dass alle Gesellschaften einheitliche Bilanz- und GuV-Strukturen verwenden und dass eine Basis für ein vergleichbares Reporting und eine Konzernkonsolidierung gelegt wird. Über ein einmal definiertes Importskript fließen alle Daten, egal aus welchem Vorsystem, in die zentrale Konzernstruktur in Corporate Planner. Unter Verwendung des Master-Client-Konzeptes ist es für den Konzerncontroller nun ein Leichtes, beispielweise ein neues Unternehmen in das einheitliche Konzernreporting aufzunehmen.

In liebevoller Kleinstarbeit hat der CP-Experte Kellner jeden Report, von GuV und BWA bis Vorjahresvergleiche im Konzern-Layout erstellt. Um den Berichtsempfängern, d.h. der Konzernleitung sowie den Geschäftsführern der einzelnen Gesellschaften, zusätzliche Informationen zu den Ergebnissen mitzuliefern, nutzt er die Kommentarfunktion der Software.

Transparenter Konzern
Trotz fehlender Vergangenheitswerte hat der kaufmännische Leiter der Holding „auf die Schnelle“ eine Finanzplanung für die Holdinggesellschaft des Konzerns für die Jahre 2014 und 2015 aufgestellt. Und lag mit der Planung sogar ziemlich gut. Die Anwenderkenntnisse und praktischen Erfahrungen mit der Software kamen ihm zugute, so dass er schnell und effizient zum Ergebnis kam.

Im nächsten Schritt erfasste Florian Kellner den Konzern mit allen dazugehörigen Gesellschaften und Beteiligungen in dem sogenannten Konsolidierungskreis im Modul CP-Cons. Die notwendigen GuV- und Bilanzdaten aller Gesellschaften hatte er in Corporate Planner bereits zusammengestellt. Unter großem Zeit- und Erfolgsdruck erstellte er mit Unterstützung eines Wirtschaftsprüfers und des CP-Beraters Matthias Stubenvoll erfolgreich den ersten Konzernabschluss nach Gründung der Konzernholding.

Aktuell werden zehn Gesellschaften in der Konsolidierung berücksichtigt. Geplante Neuzukäufe, Aufstockungen oder Verkäufe werden ganz einfach über den Konsolidierungskreis in der Software hinzugefügt, die Beteiligungen abgeändert oder Unternehmen ab einem Stichtag herausgerechnet. Kellners Ziel ist es, ab 2016 nicht nur einmal jährlich einen Konzernabschluss zu erstellen. Er möchte der Unternehmerfamilie Bauer in Zukunft auch quartalsweise eine Management-Konsolidierung zur Verfügung stellen.

Erst der Anfang
Auch wenn Florian Keller noch viele Pläne und Projekte hat, die er mit Unterstützung der CP-Software umsetzen möchte, kann er jetzt schon nach sehr kurzer Zeit vieles von seiner „To-do-Liste“ abhaken.

„Mein Ziel ist es, allen Verantwortlichen im Konzern eine einheitliche Gesprächsgrundlage zur Verfügung zu stellen“, beschreibt er seinen eigenen Anspruch an seine Arbeit. Bei strategischen Entscheidungen der Konzernführung kann er außerdem reaktionsschnell alle Änderungen in der Planung und im Reporting berücksichtigen und „durchspielen“. „Über die Integration und Schaffung gewisser Standards können neue Unternehmen direkt in das einheitliche Berichtswesen und die Konsolidierung aufgenommen werden“, ergänzt der „Zentrale Leiter der kaufmännischen Verwaltung“ beim Milchkonzern Bauer.