Wenn KI die Wirtschaftsprüfung übernimmt

Lünendonk-Studie blickt in die Zukunft

Laut einer aktuellen Studie des Marktforschungsunternehmens Lünendonk & Hossenfelder liegt die Zukunft der deutschen Wirtschaftsprüfung in maschineller Hand. Frei nach dem Motto: „Hey, R2D2, wie weit bist Du mit dem Jahresabschluss?“ Zugegeben, für den Roboter als Wirtschaftsprüfer wird sich demnächst wohl kein Markt finden. Doch die überwiegend IT-gestützte Prüfung steht bereits vor der Tür.

Die Zukunft der Wirtschaftsprüfung

Wie genau stellen sich Wirtschaftsprüfer die Zukunft ihrer Branche vor? Lünendonk & Hossenfelder haben 77 Gesellschaften befragt, die zusammen rund 70% des deutschen Marktvolumens abdecken. Die Ergebnisse zeigen, wohin die Reise geht.

Marktveränderungen und Fachkräftemangel erzwingen Digitalisierung

Insbesondere die führenden Anbieter haben in den vergangenen Jahren ihr Geschäft bereits ausgeweitet und über zentrale Umsatzfelder wie Steuerdeklaration, Buchhaltung, Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung hinaus Kompetenzen im Bereich Digitalisierung und IT-Consulting aufgebaut.

Dieser Trend macht sich nicht nur im Leistungsangebot bemerkbar. Neben der digitalen Transformation auf Mandantenseite zwingen auch die Alterung der Belegschaft und der fehlende Nachwuchs die Gesellschaften dazu, Prüfungsleistungen zu automatisieren. Wirtschaftsprüfer mit Kompetenzen in den Bereichen Digitalisierung, Analytics und Automation sind heiß begehrt.

Wirtschaftsprüfer werden zu IT- und Compliance-Experten

Ein Blick auf die Marktführer bestätigt: Wirtschaftsprüfung und IT-Beratung verschmelzen zusehends. Für Deloitte, Ernst & Young sowie PwC ist die digitale Transformation eines der zentralen Service- und Fokus-Themen. KPMG begrüßt die Besucher seiner Website mit Service-Angeboten für Bereiche wie „Data & Analytics“, „Intelligente Automatisierung“ und „Cyber Security“. IT und Digitalisierung stehen aber nicht nur bei den „Big Four“ ganz oben auf der Agenda. Auch die Verfolger wie Rödl & Partner und BDO oder – aus den unteren Rängen der Top 25 – die Fides Gruppe haben IT-Beratung, Systemintegration und Cyber Security bereits in ihr Angebot aufgenommen.

Und so kommt die Lünendonk-Studie zu dem Schluss: Das IT-Leistungsspektrum führender Wirtschaftsprüfungsgesellschaften ist bereits heute vergleichbar mit dem Portfolio von Unternehmen wie Accenture, IBM, Capgemini, Detecon oder T-Systems.

Doch was hat die Entwicklung der Wirtschaftsprüfungsbranche mit Ihrem Jahresabschluss zu tun?

Wendepunkt 2026

Die Agenda steht: Wirtschaftsprüfer befassen sich intensiv mit der Standardisierung der Abschlussprüfung und den Themen „digitaler Arbeitsplatz“ und „Cloud Security“. Führungs-, Schulungs- und Motivationsprogramme begleiten den IT-getriebenen Wandel. Ziel ist eine IT-gestützte Vollprüfung.

Laut der aktuellen Studie von Lünendonk & Hossenfelder erwartet die Wirtschaftsprüfungsbranche, dass im Jahr 2026 erstmals mehr Prüfungsleistungen maschinell als durch menschliche Hand erbracht werden. Bereits heute nehmen die Gesellschaften entsprechende Anpassungen ihres Prüfungsansatzes vor.

Die Zukunft des Wirtschaftsprüfers

Aber was wird aus dem Wirtschaftsprüfer, wenn die Prüfung vollständig IT-gestützt erfolgt?

Er wird neue Aufgaben übernehmen. Wer sonst verfügt über die Kompetenz, Sie beim Aufbau der IT-Architektur für die Wirtschaftsprüfung der Zukunft zu begleiten? Sie sicher durch die hohen regulatorischen und rechtlichen Anforderungen der Digitalisierung zu navigieren? Und Ihnen als Berater und Experte für die rechtlichen und wirtschaftlichen, aber auch technischen Aspekte der digitalen Transformation, neuer Geschäftsmodelle und -prozesse zur Seite zu stehen?

Die Studie von Lünendonk & Hossenfelder gibt eine klare Antwort: Genau diese Aufgaben übernimmt der Wirtschaftsprüfer der Zukunft.

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